Der Wissenschaftspark in Gelsenkirchen-Ückendorf entstand auf dem Gelände des ehemaligen Gelsenkirchener Gussstahl- und Eisenwerks in den 1990er Jahren als eines der ersten Großprojekte der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park. Mit seiner rund 300 Meter langen Glasarkade, dem damals weltweit größten Solardach auf einem Bürogebäude und seiner visionären Architektur galt er als eine der modernsten Bauten Europas. Der Wissenschaftspark verkörperte Gelsenkirchens ambitionierten Versuch, den Wandel von der Kohle- und Stahlindustrie hin zu einer Zukunft als Solarstadt einzuleiten. Auch wenn sich diese wirtschaftliche Vision nicht erfüllte, ist der Ort bis heute ein besonderes Zeugnis des Strukturwandels im Ruhrgebiet.
Heute beherbergt der Wissenschaftspark u.a. Stadtarchive, Forschungseinrichtungen, Bildungsträger und knüpft damit an seine ursprüngliche Idee als Ort für Innovation und Wissenstransfer an. Die weitläufige Parkanlage verbindet Architektur, Wasserflächen, Baumbestände und große Wiesen zu einem öffentlichen Freiraum, der von Anwohnenden, Beschäftigten und Besuchenden gleichermaßen genutzt wird. Die heutige Gestaltung der Landschaft mit seinen Baumbeständen und mäandernden Wegen schafft einen Kontrast zur industriellen Vergangenheit des Geländes. Zugleich hat sich der Wissenschaftspark als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Festivals und weitere Kulturformate etabliert. Zwischen Industriegeschichte, den Hoffnungen des Strukturwandels und der heutigen Nutzung als Arbeits-, Kultur- und Erholungsort erzählt der Wissenschaftspark von den Brüchen und Potenzialen eins vielfältigen Kreativ.Quartiers, welches sich gegenwärtig neu erfindet.
Der Wissenschaftspark ist 10 Gehminuten vom Gelsenkirchener Hbf entfernt, oder mit der Straßenbahn 302 über die Haltestelle „Wissenschaftspark / Justizzentrum“ erreichbar. Mit dem Fahrrad ist die Kray-Wanner-Bahn-Trasse in der Nähe und bietet verschiedene Anschlussmöglichkeiten in Höhe „Halde Rheinelbe“. Mit dem Auto ist Parken in der Rheinelbestraße oder der Claire-Waldorff-Straße (etwas versteckt) möglich.
Unsere Performance beginnt am Platz der Heinze-Frauen. Dieser liegt an der Haltestelle „Wissenschaftspark / Justizzentrum“, gegenüber dem Amtsgericht. Der Name des Platzes erinnert an die Arbeiterinnen des Gelsenkirchener Foto-Unternehmens Heinze, die 1979 gegen geringere Bezahlung als ihre männlichen Kollegen klagten und 1981 vor dem Bundesarbeitsgericht in einem Grundsatzurteil Recht erhielten. LINK

Wissenschaftspark in Gelsenkirchen-Ückendorf
Start: Platz der Heinze-Frauen, 45886 Gelsenkirchen-Süd